Die Gesamt Arbeitszeit einzuschätzen, die Du für den Bau brauchst, ist fast unmöglich.

Viele vergessen dabei nämlich das Thema BESCHAFFUNG des Altholzes. Das ist in meinem Fall nicht ohne, denn das liegt leider auch nicht in meinem Garten rum. Ich muss es suchen, rumfragen, rumfahren, Holzstapel durchforsten, zu Dachdeckern etc fahren. 

Dann musst Du das größtenteils nasse und schwere Holz erstmal heim bringen und dorthin SCHLEPPEN wo Sonne ist. Nasses Holz ist sicher 3x so schwer wie trockenes. Dann wartest Du einige Wochen bis es so trocken ist, dass Du es bearbeiten kannst. 

Dann geht die Sauerei los. Altholz glatt zu schleifen ist extrem extrem schmutzig und staubig. Eine Maske ist Pflicht. Wenn Du das geschafft hast, musst Du mehrfach mit Holzhärter dran. Ich wüsste nichts, was schlimmer stinkt. Nitroverdünnung ist ein Witz dagegen. Holzhärter ist übrigens sehr teuer. Du verbrauchst nämlich so einiges davon, um alte und sehr trockene Bretter wieder geschmeidig zu machen.

Wenn Du das geschafft hast, kannst Du mit der Weiterverarbeitung beginnen. Zuschneiden, bepinseln und schließlich irgendwie und einigermaßen passend zusammenbauen. 

Dann kommt noch drauf, was Du Dir an Dekor wünscht. Wenn es Potche sind, müssen die erstmal gesucht, ausgedruckt und nahezu perfekt ausgeschnitten werden. Das ist speziell bei Blumenranken ein längeres Unterfangen. Dann potcht Du sie auf die Bar, rubbelst später das überflüssige Papier wieder ab und musst häufig mit dem Pinsel noch manuell rumkorrigieren, bevor die Bar endlich mind. 2x lackiert wird. Dennoch- der Aufwand lohnt sich! Es entsteht PURE INDIVIDUALITÄT!

100% ALTHOLZ

Altholz wieder so herzurichten, dass es nicht gleich zerfällt, ist aufwändig, schmutzig und stinkt wie Sau.